Der Nord-Ostsee-Kanal verbindet die Nordsee mit der Ostsee zwischen Brunsbüttel und Kiel und erspart den Schiffen den längeren Weg um die Nordspitze Dänemarks. Die meist befahrene künstliche Wasserstraße der Welt wurde 1895 als Kaiser-Wilhelm-Kanal eröffnet und 1948 in Nord-Ostsee-Kanal umgetauft.

Rund 110 Schiffe vom Massengutfrachter bis zum großen Containerschiff schippern täglich über den 98,7 Kilometer langen Kanal. Wer die Wasserstraße selbst aus Perspektive der Seefahrer erkunden möchte, kann an Bord eines der Ausflugschiffe, des Raddampfers Freya oder des Helgoländer Börtebootes gehen, die den Kanal und seine idyllischen Nebengewässer erkunden. Von Brunsbüttel an der Nordsee bis Kiel an der Ostsee führt ihr Kurs entlang blühender Wiesen oder geschäftger Städtchen durch Schleswig-Holstein.

Zehn Brücken und vierzehn Fähren überqueren den Nord-Ostsee-Kanal. Die Rendsburger Eisenbahnhochbrücke ist eine der größten und bedeutendsten Brücken Europas.

Rendsburger Hochbrücke

Das beeindruckende Bauwerk wurde 1911 - 1913 von Friedrich Voß errichtet. Das 42 Meter hohe und 2,5 Kilometer lange Bauwerk war damals das größte Stahlbau-Werk der Welt.

Mutige können in einer geführten Gruppe und gesichert mit Helmen jeweils sonntags um 14.00 Uhr die 40 Meter hohe Aussichtsplattform erklimmen. Wer die 178 Stufen der Wendeltreppe in einem der Brückenpfeiler erklettert hat, wird mit einem einzigartigen Blick über den Kanal und das Umland belohnt.

Ausgleich der Höhenunterschiede: Schleusen

An den imposanten Schleusenanlagen in Brunsbüttel und Kiel-Holtenau können Besucher beobachten, wie die Schiffe in Nord- oder Ostsee manövriert werden.

Wissenswertes über Kanaltechnik, -geschichte, Betreib und Bedeutung erfahren Interessierte außerdem in den Schifffahrtsmuseen.

Golfanlagen in der Region Nord-Ostsee-Kanal